Kerzenmanufaktur

handgearbeitete Echtwachskerzen für jeden Anlass

Jeder erkennt ihn sofort, den einzigartigen Geruch von Bienenwachs.

Trotz aller industriellen Fortschritte werden Echtwachskerzen deshalb auch heute noch geschätzt und erweisen sich immer wieder als passendes Geschenk an andere oder sich selbst. Weil wir es selbst genießen, wenn die ganze Wohnung nach Wachs duftet, stellen wir mit großer Freude unsere eigenen Kerzen in allen möglichen Formen und Größen her. Ob gegossen, gerollt oder gezogen, ganz natürlich oder handbemalt - wir versuchen immer wieder Neues und spüren die Begeisterung anderer, wenn unsere kleinen Schätze zu individuellen Präsenten werden.

Tempel Kerzen
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rund ums Bienenwachs

"Unsere Kerzen bestehen zu 100% aus Bienenwachs" - was heißt das eigentlich? Woraus besteht und wie entsteht dieses besondere Produkt?

Auf Fragen wie diese möchten wir im Folgenden ein paar Antworten liefern, die hoffentlich einen guten Einblick in die vielseitige und faszinierende Welt des Bienenstocks geben.

 

An erster Stelle sei beispielsweise genannt, dass sich Bienenwachs aus mindestens 184 verschiedenen Bestandteilen zusammensetzt. Die genaue Zusammensetzung verändert sich von Standort zu Standort, denn in das Wachs aus dem Stock gelangen natürlich ständig standortspezifische Stoffe wie Pollen oder Nektarreste.

Da die Bienen ihr Wachs ständig benötigen, um Platz für die Eiablage der Königin oder zur Pollen- und Honigeinlagerung zu schaffen, besitzt jede Arbeiterin acht Drüsen, mit denen sie ihr Leben lang in der Lage ist, Wachsplättchen zu produzieren. Typischerweise ist dies allerdings eine Arbeit, der sich Bienen im Alter zwischen 12 und 20 Tagen widmen - die jüngeren versorgen die Brut, während die älteren Nahrung beschaffen. Die Wachsproduktion selbst ist ein wahrer Kraftakt und fordert viel Energie. So werden für die Herstellung von 500 Gramm fast vier Kilo Honig verbraucht (das sind über 12.000 Kalorien, also knapp 224,3 Stunden Seilspringen).

Frisch hergestelltes Bienenwachs ist farblos und beinahe durchsichtig. Erst die Pollen- und Nektarpartikel, die bei der Verarbeitung im Stock hinein gelangen, geben ihm seine typische Farbe und den intensiven Duft. Die meisten Imker entnehmen das Wachs für die weitere Verarbeitung, indem sie die Honigwaben nach dem Schleudern, also dem Trennen vom Honig, einschmelzen. Wurden die Waben hingegen schon häufig bebrütet, wird das Wachs durch die Verunreinigung mit organischen Stoffen mit der Zeit fast schwarz und kaum für Kerzen verwendet. Häufig wird es stattdessen an größere industrielle Firmen zur Reinigung weiterverkauft, die es kompliziert aufbereiten und wiederverwenden.

Vom Wachsplättchen zur Kerze

Nachdem die Arbeiterbiene das Wachs über ihre Drüsen hergestellt hat, knetet sie das Wachsplättchen mit ihren Beinen und ihrem Mundwerkzeug so lange durch, bis es formbar wird und sie es zur weiteren Verarbeitung nutzen kann. Schon jetzt mischen sich Pollen- und Nektarpartikel hinein, die dem Bienenwachs die charakteristische Farbe verleihen.

Die dann geformten achteckigen Waben dienen als Vorratslager für zu Honig verarbeitetem Nektar. Um ihn haltbar zu machen, wird ihm Wasser entzogen bis der Flüssigkeitsanteil unter 19% beträgt, anschließend wird alles mit einem Wachdeckel versiegelt. Der Imker entnimmt die ferige Honigwabe, öffnet besagte Verdeckelung und schleudert den Honig aus der Wabe. Das Wachs, das dann übrig bleibt, ist als klassisches Bienenwachs bekannt und beliebt für die Herstellung von Kerzen, Kosmetika oder Dekorationsartikeln.

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Dazu wird das Wachs im Wasserbad eingeschmolzen und je nach Grad der Verunreinigung mehrmals gefiltert. So entstehen schließlich saubere Blöcke aus reinem Bienenwachs, die für die Weiterverarbeitung in jeder denkbaren Form geeignet sind.

Inzwischen sind viele verschiedene Filtermethoden bekannt. Abgesehen von großen, industriellen Verarbeitern nutzen jedoch die meisten Imker lediglich heißes Wasser und einen Stoff - beispielsweise Jutebeutel oder Nylonstrümpfe - um etwaige Reste aus dem Wachs zu entfernen.

Um unsere Kerzen herzustellen wird das gereinigte Wachs wieder geschmolzen. Das heiße, flüssige Bienenwachs gießen wir dann in Silikonformen, die wir vorher schon mit dem passenden Docht präpariert haben. Wichtig ist uns, dass auch bei kleinen "Verschüttern" das gesamte Wachs am Schluss entweder in der Kerze steckt oder wieder im Topf zur Verarbeitung - wir wissen schließlich inzwischen, wie viel Arbeit unsere Bienchen in die Herstellung investiert haben!

Wenn die Formen abgekühlt sind, werden die Kerzen vorsichtig herausgelöst. Der Boden wird nachgeglättet, der Docht auf die passende Länge gekürzt und kurz ins Wachsbad getaucht, dann ist die handgemachte Bienenwachskerze fertig. Die Kerzenherstellung ist eine beinahe meditative Arbeit, die kombiniert mit dem einmaligen Duft von echtem Bienenwachs jedem Tag einen angenehmen Abschluss bereiten kann.

Nachdem wir unsere Kerzen sowohl bemalt als auch unbemalt anbieten, ergibt sich in der Zeit, in der neue Kerzen abkühlen, eine wunderbare Gelegenheit zum Bemalen des letzten Schwungs. Auch hierbei nehmen wir uns viel Zeit, um am Ende liebevoll gefertigte Einzelstücke in der Hand zu halten.

Sie haben besondere Vorstellungen von der Gestaltung Ihrer Echtwachskerze? Gerne können Sie uns diese jederzeit mitteilen - ob als Nachricht über den Shop, telefonisch oder persönlich in unserem Geschäft in der Bayreuther Innenstadt. Wir werden alles tun, um die Kerze für Ihren besonderen Anlass individuell anzupassen!

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